Kleine Zangenlibelle

Nur Nachweise aus der Fuldaaue

Fuldaaue

Bevorzugte Habitate sind Schotterflächen und Rohböden, die im Zuge der Kiesgewinnung und der Auenrenaturierung entstanden. Natürliche Lebensräume sind die Schotterflächen und ihre Umgebung am Fuldaufer, wie im D12 NSG "Forbachsee bei Bebra". Dort hielten sich die Männchen auf, die bisher kartiert wurden.

Alle Nachweise stammen aus dem Fuldaauenabschnitt von Bad Hersfeld bis Baumbach.

Fundstellenkarte

Zahl der TK-Viertel mit Nachweisen im Kreis

5

Fundstellen

10

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
          23.06. (2008) 19.08. (2012)        

- Paare und Eiablage

keine Datensätze

Häufigkeit

Selten mit 7 Fundstellen

Rote Liste

RLD 1998: 2, 2015: V

RLH  1995: 2

Gefährdung

Ja, wegen der vermutlich geringen Populationsgröße.

Mit der fortschreitenden Vegetationsentwicklung in den Renaturierungen tritt möglicherweise wieder eine Habitatverschlechterung ein.

Von der südlichen Kreisgrenze bis Bad Hersfeld bestehen Kartierungslücken!

Alle Nachweise im 21. Jahrhundert. Die Verbesserung der Wasserqualität und eine Vielzahl von neuen anthropogenen Habitaten die den natürlichen ähneln, sind wohl ursächlich für eine mögliche aktuelle Ausbreitung. Mit der raschen Sukzessionsentwicklung und dem Überwachsen der Uferrohböden, insbesondere durch die Nährstoffzufuhr bei Hochwasser, ist eine zunehmend negative Entwicklung der neuen Habitate ersichtlich. Flussdynamische Prozesse zur Bildung neuer Schotterufer oder Kiesbänke werden nach den bisherigen Erfahrungen als gering eingeschätzt.

Im Jahr 2014 keine Nachweise.

Die Nachweise von 2020 aus den Kartierungsgebieten J01 und D15 deuten nicht auf eine Bodenständigkeit hin (Reife/Jagdhabitat). Die Nähe zur Fulda lässt aber vermuten, das sich die Art dort fortpflanzt.

Die Erstmeldung für Hessen stammt von H. EISENACH (vor 1886).